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ver.di unterstützt die NGG

100 Jahre HARIBO - kein Grund zu feiern

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

100 Jahre HARIBO
30 Jahre Produktion in Wilkau-Haßlau
0 Respekt für die Beschäftigten 

wie wir schon berichtet haben, plant Haribo das einzige Werk in Ostdeutschland zum Ende des Jahres zu schließen. Gleichzeitig feiert HARIBO am 13. Dezember seinen 100. Geburtstag. Auf Facebook, Instagram und im Internet wirbt das Unternehmen schon eifrig für dieses Event. Bitterer geht es kaum für die Kolleginnen und Kollegen aus dem Werk in Wilkau-Haßlau bei Zwickau.

Selbst wenn HARIBO an der Schließung festhält, muss das Unternehmen seiner sozialen Verantwortung gerecht werden. Das kann auch heißen, den Schließungsbeschluss zunächst aufzuschieben um Zeit zu gewinnen, Alternativen zu suchen.

Dafür brauchen wir Unterstützung!

Im Anhang findest du ein Plakat. Dieses kannst du für ein Soli-Foto verwenden und per Mail (info@haribo.com), Facebook (HARIBO Deutschland | Facebook) oder Instagram (@haribo_deutschland) an Haribo senden.

Bitte benutze in den sozialen Medien die Hashtags: #HariboImOsten #Haribo #MenschVorMarge

Bitte teile diesen Aufruf auch in deinem Betrieb und deinem privaten Umfeld. Die Zeit drängt. Schon in der nächsten Woche sollen im Werk die Lichter ausgehen.

Hilf mit, damit der Goldbär auch in Zukunft ein Sachse bleibt!

Hintergrund:

Am 6. November verkündete die Unternehmensleitung auf einer Mitarbeiterversammlung die Schließung des Haribo-Werkes in Wilkau-Haßlau in Sachsen bei Zwickau. Die Entscheidung wurde den Beschäftigten in einer kurzfristig anberaumten und nur wenige Minuten dauernden Veranstaltung mitgeteilt. Mit dem Vorgehen hat Haribo auch gegen gesetzliche Bestimmungen des Betriebsverfassungsgesetzes verstoßen, es muss rechtzeitig informiert werden. Im Betrieb arbeiten 150 Beschäftigte. Ein erster Verhandlungstermin zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat blieb ohne Ergebnis. Das Werk ist der einzige Standort von Haribo im Osten der Republik. Hier wurde bereits zu DDR-Zeiten für Haribo produziert. Gegen diesen Beschluss hat sich im Betrieb und in der Region schnell Widerstand formiert. Bei einer Online-Petition konnten über 14.000 Unterschriften gesammelt werden.

Am 21. November fand eine Kundgebung mit über 500 Teilnehmer*innen in Zwickau statt, bei der neben den örtlichen Bürgermeister*innen auch Sachsens Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig (SPD) zu den Beschäftigten und ihren Unterstützer*innen sprach. Auch der Ostbeauftragte der Bundesregierung Wanderwitz und Sachsens Ministerpräsident Kretschmer setzen sich für den Erhalt des Standorts ein, ebenso die örtlichen Bundestagsabgeordneten. Und das langjährige Haribo-Werbegesicht Thomas Gottschalk kritisiert die Schließung: „Wenn man sich auf die Fahne geschrieben hat: ‚HARIBO macht Kinder froh, und Erwachsene ebenso‘ muss man das auch als Arbeitgeber ernst nehmen. Ich bin überzeugt: Mein alter Partner Hans Riegel, der dem Produkt seinen Namen gegeben hat, würde das genauso sehen. Leider sind wir beide nicht mehr im Amt!“

Am 6. Dezember fand unter dem Motto „Die Lichter dürfen nicht ausgehen“ ein Gottesdienst mit Menschenkette und Lampionumzug in Wilkau-Haßlau statt, bei dem auch ein Statement des Bundesarbeitsministers Hubertus Heil verlesen wurde, der an die Verantwortung des Unternehmens appellierte.

Weitere Informationen gibt es auch auf unserer Internetseite: www.ngg.net/ost und bei facebook: Gewerkschaft NGG Ost | Facebook

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Ledwig
Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten
Landesbezirk Ost
Vorsitzender

Tel.: +49 30 3999 1528